Meine Mütze bedeutet etwas

 

Diese Mütze hat eine Geschichte. Das ist ein Einzelstück in ganz Afrika.

Ich bin seit über 20 Jahren in Deutschland und wurde insgesamt 4 Mal von der Polizei kontrolliert, 3 mal davon aufgrund dieser Mütze.

Jedes mal wurde ich gründlich untersucht und wurde intensiv über Drogen befragt. Ruhig und gelassen habe ich immer auf die Fragen geantwortet. Nachdem nichts gefunden wurde und ich nun weiter fortziehen durfte, habe ich dann die nette Polizei gefragt, ob diese Kontrolle doch nichts mit meiner Mütze zu tun hätte? Sie haben immer neben der Routine-Kontrolle auch die Mütze als weiteren Grund - zumindestens für Drogenfragen - genannt. Und jedes Mal habe ich ihnen die Geschichte von Rasta und Zöpfen erzählt. 

 

Rasta und Zöpfe haben eine religiöse Tradition in Afrika bzw. bei den Bamileke in Westkamerun. Und solche Zöpfe dürften früher nur bestimmte auserwählte Personen haben. Nicht jede Person durfte die Haare so lassen.

Es waren öfter nur Frauen, die die Chance hatten von Gott gerufen zu werden. Wenn sie ein Zeichen bekommen hatte, musste sie auf der Stelle und sofort verschwinden. Sie ging dann in den Wald und musste dort 40 Tage bleiben.

In diesen 40 Tagen zeigte ihr Gott alle Geheimnisse, um Menschen zu helfen. Sie kam nach 40 Tagen wieder zurück zu den Menschen und war anders. Die Haare waren lockig und lang, weil sie in den 40 Tagen die Haare nicht waschen und kämmen sollte. Sie durfte diese Haare nicht mehr schneiden oder kämmen.

Damit hat man sie als Botschafterin Gottes erkannt. Sie durfte nichts Böses mehr machen, nie lügen, nie betrügen usw.; sie sollte ab nun nur alleine leben.

 

Diese Zeremonie, die schon längst vor Jesus-Geburt praktiziert wurde, musste auch Jesus durchlaufen. Er kam nach 40 Tagen Rückzug auf dem Berg zurück zu den Menschen und trug Zöpfe. Deswegen sagen viele Afrikaner, dass Jesus nur ein Afrikaner sein konnte.

 

Nach meiner Initiation mit großen Gelehrten hat mein Bruder mir diese Mütze geschenkt, die nur für mich konzipiert wurde. Das ist ein modernes Zeichen dafür, dass ich auch Menschen helfen kann und bestimmtes Wissen besitze.

Sie werden diese Mütze niemals 2-mal sehen, wenn ja, dann nur, wenn ich das in Auftrag gegeben habe.

Viele Leute verwechseln heute Rasta mit Drogen und Grasrauchern. Aber das stört mich nicht.